Für die Bezirksoberliga Handballer des TSV Sonthofen wartet am Wochenende eine ganz wichtige Aufgabe. Das Auswärtsspiel in Landsberg am Samstag um 15 Uhr gleicht für beide Mannschaften einem Matchball um den Klassenerhalt. Der Sieger kann sich wohl allen Sorgen entledigen, wenn auch nur theoretisch. Es wird wohl bis zum letzten Spieltag dauern, ehe man sicher sein kann.
Dennoch wollen die Schützlinge von Sven Heldt die Chance nutzen und am TSV Landsberg in der Tabelle vorbeiziehen. Verliert auch Gröbenzell gegen Herrsching ist sogar Rang 7 drin.

„Die Liga in dieser Saison ist brutal ausgeglichen, wir wollen jetzt die Chance nutzen und unbedingt 2 Punkte holen. Damit wären wir einen großen Schritt weiter“ so die Marschroute von Trainer Heldt. Die eigene Mannschaft war es, die den Abstiegskampf noch einmal spannend gemacht hat. Durch den Sieg (29:28) gegen Herrsching vor Ostern muss sich nun neben den sicheren Absteigern Pullach und Würm, auch noch Gröbenzell, Landsberg und Herrsching Sorgen machen. Sonthofen kann am Ende unter Umständen sogar noch auf Platz 6 vorrutschen. Kreisläufer Cemal Gündogdu gibt sich kämpferisch „wir werden alles reinwerfen um die beiden letzten Spiele zu gewinnen“. Dabei unterstützen wird auch wieder Lukas Fröhlich, der von seinem Auslandsaufenthalt zurückkommt. „Der Junge brennt, er war eigentlich die einzige Konstante in unserer Saison, sein Ausfall war schwer zu kompensieren, haben wir aber teilweise geschafft. Jetzt wird er uns direkt wieder helfen können“ ist Trainer Heldt den Linksaußen wieder im Team begrüßen zu dürfen.
Im Hinspiel hatte Fröhlich bereits gefehlt, wie auch Aleks Italo. Hier sahen die einheimischen Fans ein typisches Spiel der Sonthofer in dieser Saison. Einer katastrophalen Anfangsphase folgte eine sensationelle Aufholjagd, gekrönt vom 27:25 Sieg. Damals legten die Landsberger los wie die Feuerwehr und sahen sich über ein 0:4 (8.) und ein 4:12 (20.) schon wie die sicheren Sieger. Doch angeführt von Felix Abrell und Ralf Günter konnte man das Spiel noch drehen, „da hat man auch gesehen zu was meine Mannschaft fähig ist, kämpferisch ist ihnen dieses Jahr nichts vorzuwerfen“ so Sven Heldt.

Damit ein solcher Kraftakt diesmal nicht von Nöten ist, soll die Anfangsphase wieder konzentrierter gespielt werden, wie gegen Herrsching, hier war man von Anfang an in Führung. „Wenn wir nicht von Anfang an einem Rückstand hinter her rennen, dann sind wir für jeden Mannschaft schwer zu schlagen“ ist Rückraumspieler Aleks Italo unzufrieden mit den schwachen Vorstellungen am Anfang eines Spiels.
Hier soll gerade Lukas Fröhlich helfen, der nach wie vor den viertbesten Toreschnitt der Liga aufweist. Ansonsten scheint Trainer Sven Heldt auch aus dem Vollen schöpfen zu können.