Es war das erhoffte Erfolgserlebnis, dass die Bezirksoberliga Handballer des TSV Sonthofen am Sonntagabend feiern konnten. Gegen die HSG Gröbenzell-Olching reichte es zu einem 23:23 Unentschieden. Aufgrund der aktuellen Personalsituation auf jeden Fall ein gewonnener Punkt, dennoch zeigte man wieder zwei unterschiedliche Leistungen. In der Tabelle klettert man derweil auf Platz 8 und hat, mit einem Spiel weniger, Kontakt zum Mittelfeld.


Am späten Sonntagabend entwickelte sich zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Es dauerte über 2 Minuten bis das erste Tor des Spiels fiel. Die Führung der Gastgeber währte aber nur kurz, bis Lakotta und Günter ihre Farben in Front brachten. So ging das Spiel hin und her, auf eine Führung folgte stets der Ausgleich. Keine der Mannschaften schaffte es sich in den zwanzig Minuten des Spiels mit mehr als einem Tor abzusetzen. Aus Sicht der Sonthofer wollte man die linke Angriffsseite und das Kreisspiel der Gröbenzeller unterbinden. Dies gelang bis auf den Toptorschützen Putz, der am Ende 11 Treffer erzielen sollte, auch einwandfrei. Leider kassierte man hier und da ein paar zu leichte Treffer durch Schlagwürfe. Als dann in Minute 19 Tomislav Sikic beim Tempogegenstoß unglücklich im Gesicht getroffen wurde, blieb den souverän leitenden Unparteiischen nur die rote Karte für den Kreisläufer der Gastgeber. Ein herber Schlag für Gröbenzell, der sichtlich Wirkung zeigte. Aleks Italo feierte sein Comeback, wenn auch nur in der Abwehr, doch so konnten die Sonthofer angeführt von Felix Abrell, der langsam sein Visier eingestellt hatte, dies zu einem 5:1 Lauf nutzen und hatten sich somit die erste deutlichere 10:13 Führung erspielt (27.). Beide Mannschaften schafften noch jeweils einen Treffer bis zur Pause und so ging man sichtlich zufrieden beim Stand von 11:14 in die Kabinen.
Das Trainerteam wollte dem Aufsteiger aus Sonthofen aber eindrücklich drauf hinweisen, dass man die Leistung im Angriff noch steigern muss um hier auswärts was holen zu können. „Es hat uns in der ersten Halbzeit vieles in die Karten gespielt. Die rote Karte war sicherlich eine Schwächung für die HSG, danach haben wir aber das Handballspielen eingestellt“ so Trainer Heldt.

Mit einer Umstellung in der Abwehr, versuchten die Gastgeber den Spielfluss zu stören, erfolgreich. Nach dem Treffer von Felix Abrell zum 11:15 schlichen sich immer mehr kleinere Ungenauigkeiten in das Spiel der Gäste ein. Gerade die Abwehr bekam nicht mehr den gewünschten Zugriff. Zu oft waren der Linksaußen und Halb-Links am Abschluss beteiligt, genau diejenigen, die man in der ersten Halbzeit ruhig stellen konnte. Dadurch kam man auch kaum mehr ins Tempospiel und musste sich seine Torchancen im Angriff hart erarbeiten. Hier vermisst man doch noch schmerzlich Lukas Fröhlich und Bernd Schlober. Der 4 Tore Vorsprung war innerhalb von 5 Minuten verspielt  (16:16, 37.). Dennoch konnte man den Ansturm erst einmal abwehren und blieb ständig in Führung. Aber die Leichtigkeit der ersten Halbzeit war verflogen, man merkte die fehlenden Wechselmöglichkeiten und sah wie die Mannen um Kapitän Ralf Günter zusehends verkrampften. Mit der Hereinnahme von Dominik Waldmann schien noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft zu gehen. Dieser war aber nur von kurzer Dauer (16:18 ; 19:19). In Minute 48 war es dann soweit, seit der Hinausstellung war der Treffer zum 20:19 die erste Führung der Hausherren. Für die insgesamt 3 mitgereisten Fans war die Schlussphase Das Spiel glich nun wieder der Anfangsphase, eine Führung wurde wieder umgehend egalisiert. Bei noch 1:30 Minuten Spielzeit (23:23) war die HSG im Angriff und Torhüter Gladyschew  konnte die Chance vereiteln, so hatte man selbst noch genügend Zeit für den letzten Treffer. Eigentlich klug und geduldig zu Ende gespielt, pfiffen die Unparteiischen 10 Sekunden vor Ende den Angriff ab. Die letzte Chance wurde dann auch noch verteidigt und man trennte sich unentschieden.

Das Gefühl eines gewonnen Punktes kam zunächst nicht auf, Co-Trainer Andi Landerer fand dann aber die richtigen Worte „wir müssen höchst zufrieden sein, bei unserer Personalsituation ist ein Punkt auswärts extrem wichtig. Wird sind noch nicht ein Spitzenteam, das auswärts einen solchen Gegner mit Leichtigkeit besiegt.“

 

Für Sonthofen spielten

Dahm, Gladyschew (Tor); Waldmann (2), Hofman, Abrell (8), Günter (5/1), Lakotta (2), Ostenrieder (1), Italo, Bejic K. , Sikic (4), Gündogdu (1)

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