Nichts zu holen gab es am Samstagabend für die Bezirksoberliga Handballer des TSV Sonthofen im Derby gegen die SG Kempten-Kottern. Mit einer sehr deutlichen 34:19 Niederlage musste man den Heimweg antreten.

Eigentlich war man gewillt, dem Gegner lange Paroli zu bieten und den Landesliga Absteiger in einen offenen Schlagabtausch zu zwingen. Zwar standen die Mannen um Kapitän Stefan Ostenrieder in der Abwehr recht gut, der Angriff war es allerdings der Sorgen bereitete. Ohne ihren Rückraumshooter Aleks Italo angetreten, fehlte dem Angriff die Durchschlagskraft. Zunächst spielte man sich noch gute Chancen heraus, die aber nicht hochprozentig verwandelt wurden. Hinzu kam der ein oder andere technische Fehler und so brachte man die Heimmannschaft in ihr Konterspiel. Dies wusste die SG nahezu perfekt auszunutzen und konnte so einfach Tore erzielen oder einen Strafwurf erzwingen. Da die Torhüter auf beiden Seiten Anfangs zu überzeugen wussten, Andy Dahm auf Sonthofer Seite hielt insgesamt 5 Siebenmeter, stand es nach einer Viertelstunde 7:3 für die Heimmannschaft.

Es gelang aber weiterhin nicht in der Offensive ins Rolle zu kommen und produzierte insgesamt zu viele unnötige Fehler. So konnten die Gastgeber ihren Vorsprung weiter ausbauen und führten zur Halbzeit mit 15:9. Insgesamt kein Spielstand der zur Verzweiflung anmuten würde. Dennoch kamen die Gäste nicht wie gehofft aus der Kabine und mussten mit ansehen, wie die SG Tor um Tor davon zog. Nach einem 7:1 Lauf zum 22:10 war endgültig der Deckel drauf. Eigentlich konnte man sonst von einer Sonthofer Mannschaft erwarten, sich nicht hängen zu lassen und zumindest den Spielstand freundlicher zu gestalten. Doch ausgerechnet im Derby lies man dann auch noch die Bereitschaft zum kämpfen vermissen. Hier muss man sich dringend hinterfragen, warum man nicht als Einheit auf dem Spielfeld stand. Gegen einen stärkeren Gegner kann man durchaus verlieren. Wenn man dazu aber noch technische Fehler am Fließband produziert und undiszipliniert in der Abwehr agiert, dann wird es zum Schluss auch deutlich. 9 Strafzeiten sind auch definitiv zu viel. So musste fast ein Drittel der Spielzeit in Unterzahl agiert werden.

Nimmt man alles zusammen, war an diesem Tag gegen diesen Gegner einfach nichts zu holen. Man muss sich dringen steigern um nach jetzt 4 Niederlagen aus 5 Spielen wieder die Kurve zu kriegen.

Nächste Woche steht das Brüderduell der beiden Polfyka Trainer aus Sonthofen und Memmingen auf dem Programm.

 

Für Sonthofen spielten

Dahm (Tor) ; Hofmann(3), Hollerweger (1), Ostenrieder T. , Schlober, Lakotta (4), Polyfka (2), Bejic F., Ostenrieder (5), Jehle (1), Waldmann, Gündogdu, Endreß, Bejic K.