Es kriselt bei den Bezirksoberliga Handballern des TSV Sonthofen. Seit mittlerweile 4 Spielen wartet man auf einen Punktgewinn. Aber nicht nur die Niederlagen schmerzen, auch die Art und Weise wie man sich präsentiert hat, kennt man eigentlich nicht von den Oberallgäuern. Nun gilt es zum einen den kleinen Aufwärtstrend zu bestätigen und zum anderen ein deutlich positiveres Bild nach außen darzustellen.

Da kommt so ein Gegner wie der TSV Gilching am kommenden Samstag vielleicht gerade recht. Der aktuelle Tabellendritte schielt noch mit einem Auge auf den Aufstieg in die Landesliga und hatte das Hinspiel deutlich mit 30:24 gewonnen. Gegen den Favoriten hat man zumindest auf dem Papier nichts zu verlieren, sollte man sich mit einer anständigen Leistung geschlagen geben müssen. Doch über eine Niederlage möchte keiner Nachdenken. „Wir müssen unsere Leistung jetzt bestätigen“ hofft Co-Kapitän Lukas Fröhlich auf eine ähnlich Leistung wie gegen Biessenhofen. „Gerade kämpferisch war das wieder eine Klasse besser als noch vor Jahresfrist.“ 

Gegner Gilching konnte mit einem 23:26 Sieg in Gröbenzell in die Rückrunde starten, überzeugte den eigenen Trainer aber noch nicht. Der ist öfter unzufrieden mit der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft. Dennoch gehört die Startformation der Gilchinger zu den besten der Liga. Hier brauch man sich vor niemandem verstecken, dies zeigten auch die Ergebnisse gegen Kempten und Unterpfaffenhofen. Gegen Kempten gab es einen Sieg und gegen Unterpfaffenhofen ein 29:29 Unentschieden. Wenn die Truppe von Trainer Klaus Schmid gewillt ist ihr Potential abzurufen, dann gehört Sie zu den besten der Bezirksoberliga. Wenn nicht, kann es schon mal eine deftige Niederlage setzen. Die SG Biessenhofen-Marktoberdorf nutze dies zu einem deutlichen 41:32 Sieg gegen Gilching. 

„Wir müssen auf uns schauen und unsere Leistung abrufen. Verlieren kann man gegen Gilching, aber im Hinspiel haben wir bereits nach der Halbzeit aufgehört zu kämpfen.“ fordert Trainer Polyfka wieder vollen Einsatz. Ob der Trainer die Geschicke seiner Mannschaft steuern kann ist noch ungewiss. Vermutlich wird sich dieser in der Heimat aufhalten und nicht zur Verfügung stehen. „Dann können wir aber auch einen adäquaten Ersatz präsentieren, es ist sowieso die Mannschaft die in der Pflicht steht. Das Team muss wieder im Vordergrund stehen und füreinander arbeiten.“ so die Abteilungsleitung.

Damit die Sonthofer auch genügend Unterstützung haben, hoffen die Verantwortlichen auf eine gut gefüllte Halle. Jeder Erwachsen der sein Kind mitbringt, hat freien Eintritt. Außerdem gibt es noch die ein oder andere Überraschung.